Ethisch korrekte Daune?!

Die Gewinnung von Gänsedaunen steht schon seit längerem unter genauer Beobachtung und in der Kritik von Tierschutzverbänden und gut informierten Verbrauchern. Gibt es doch zweierlei Methoden die wertvolle, weil wärmende und natürliche Daune  zu gewinnen. Unterschieden wird zwischen Lebendrupf und Totrupf. Bei einem Totrupf wird die Daune nach der Schlachtung gewonnen und ist ein Nebenprodukt der Gänsemast. Bei einem Lebendrupf wird die Gans bis zu vier mal unter Qualen ihrer Federn und Daunen entledigt. Verletzungen werden hingenommen und die Gans muss qualvoll leiden. Problematisch ist auch die Zwangsfütterung bei der den Tieren mittels einem Metallrohr zwei bis drei mal am Tag ein Getreidegemisch einverleibt wird.

Weiterverarbeitende Betriebe beachteten bisher kaum die Herkunft der Daunen, die etwa in Schlafsäcken, Daunenjacken oder Bettdecken Verwendung finden. Bisher sind mir in der Outdoor-Industrie nur zwei Unternehmen bekannt die ihre Lieferkette auf die Herkunft der Daune überprüft und entsprechend angepasst haben. Das sind zu einem Mountain Equipment aus England und zum anderen Patagonia aus den U.S.A.

Beide Unternehmen haben große Anstrengungen unternommen um sicherzustellen das die Herkunft der Daune nachverfolgbar ist und nicht aus Lebendrupf und Zwangsfütterung stammt. Sie haben sich einen freiwilligen Verhaltenscodex auferlegt der auf den jeweiligen Unternehmenswebseiten nachzulesen ist. Dieses Engagement ist zur Zeit Beispiellos und ich hoffe ernsthaft, dass zur nächsten ISPO in München weitere Unternehmen ähnliche Lieferketten und  ethische Grundlagen ankündigen. Es wäre an der Zeit…

Weiterführende Informationen:

On November 22nd, 2014, posted in: Handel im Wandel by Tags: , , , , ,